Mein Leserkommentar zu einem HNA Artikel · Als Spam markiert

VÖ: 29.03.2018 - 14:47 Uhr. Kommentare: 0

Am 26. März 2018 veröffentlichte die HNA einen Online-Artikel unter dem Titel "Nach Linien-Start in Kassel: Problemloser Sonntag bei Bussen und Bahnen". Leider wurde mein Leser-Kommentar als Spam markiert.

Screenshot Leserkommentar HNA

Den Original-Artikel finden Sie hier. Nachfolgend mein Leser-Kommentar:

Das, was hier strategisch clever als "Neue Linien" verkauft wird, ist letztlich nichts anderes als eine drastische Sparmaßnahme.
Für mich steht bereits jetzt fest, dass mein Jahres-Abo bei der KVG nicht verlängert wird. Und diese Tatsache gründet sich nicht etwa auf ein "bockiges Trotzverhalten", sondern schlicht und ergreifend auf die Tatsache, dass die KVG die von mir bzw. uns genutzten Strecken radikal beschnitten oder gänzlich eingestellt hat.
Es mag ja sein, dass es im Ballungsgebiet "Innenstadt" eine marginale Verbesserung durch verkürzte Taktraten gibt. Fakt ist jedoch auch, dass ganze Stadtgebiete komplett vom Streckennetz genommen wurden bzw. durch AST-Linien ersetzt wurden, die meiner Meinung nach aber nur geschaffen wurden um eine farbige Linie im Stadtplan zu erzeugen und somit rein visuell den Eindruck zu ermitteln, dass man mit der KVG wirklich überall hinkommt.
Wir wohnen am äußersten Stadtrand, oberhalb der Rasenallee, in Harleshausen. Bislang konnten wir zwischen den Linien 10, 18 und 24 wählen, um zumindest zur Ahnatalstraße zu kommen, die wiederum ein kleines Drehkreuz für weitere Destinationen ist. Durch den Wegfall der Linie 24, mit der ich übrigens bereits vor knapp 20 Jahren als Schüler fuhr, und die Umleitung der Linie 10, sind Ziele wie das Freibad Harleshausen oder das Seniorenzentrum "Blindenheim" komplett vom KVG-Netz eliminiert. Durch den Wegfall der Linie 18 dürfte es spätestens nach Ende der Osterferien ein Hauen und Stechen um die Plätze der Linie 10 gehen - dann nämlich nimmt die Montessori-Schule den Betrieb wieder auf.

Meine ersten Erfahrungen am gestrigen Montag, dem 26.03.2018:
Um 9.13 Uhr nehme ich und meine 2-jährige Tochter (Kinderwagen) Linie 10 um von "Kassel Sonnenhang" nach "Kassel Ahnatalstraße" zu fahren. Für alle nicht-ortskundigen: "Kassel Sonnenhang" ist die erste Haltestelle nach Startpunkt "Kassel Rasenallee". Bereits bei Haltestelle Nummer 5 "Wilhelmshöher Weg" gibt es kaum noch Sitzplätze, dafür aber vier Kinderwägen und drei Rollatoren. Und immer im Hinterkopf behalten: Es sind Ferien! Wir reden hier also von einem Zustand ohne Schüler und vermutlich auch ohne alle Berufspendler.
Am Abend fuhr ich dann um 17:13 Uhr die gleiche Strecke - nur ohne Tochter. Um 17.13 Uhr kommt aber Linie 10 nicht auf meiner Straßenseite gefahren, sondern auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Bedingt durch den Berufsverkehr kam es also zu Verzögerungen. Dennoch konnte ich 2 Minuten später einsteigen, denn offenbar sind Endstationen wirklich nur noch Wendepunkte an denen ohne jede Pause gedreht und weitergefahren wird. Die Zeiten, in denen man Busfahrer mit Kippchen und Brot vorm Bus stehen sieht, sind also vorbei.
Bei allem Respekt! Wir brauchen wieder ökonomisch versierte Menschen, keine narzisstischen Optimierer.

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